- Fehler
| Staatstheater Darmstadt: Premieren, Konzerte und Extras im Februar 2012 |
PremierenDonnerstag, 2. Februar | 20 Uhr | Kammerspiele Büchners Tod Szenische Lesung des Schauspiels von Gaston Salvatore Anlässlich des 175. Todesjahres von Georg Büchner kehrt das Stück, mit dem 1972 das Kleine Haus des heutigen Theaterbaus eröffnet wurde, zurück ins Staatstheater. Zwar spielt sich Salvatores Stück vor dem Hintergrund des historisch belegten Ablebens Büchners 1837 in Zürich ab, um ein historisches Werk handelt es sich jedoch nicht. Salvatore, der aktiv an der 68er Bewegung beteiligt war, entwickelt in Büchners Tod ein eindringliches Szenario, in dem Büchner mit Ärzten und Freunden über Freiheit und Gleichheit, über das Elend der Vielen und den Reichtum der Wenigen diskutiert. Geplagt von Ängsten und Wahnvorstellungen durchlebt er in seinen Fieberphantasien, wie seine Mitstreiter in hessischen Gefängnissen gefoltert werden und so der von ihm angestrebte Aufstand misslingt. Gaston Salvatore nutzt die historische Vorlage zur Auseinandersetzung mit den eigenen Vorstellungen und Einsichten, konfrontiert gesellschaftliche Widersprüche mit menschlichen Schwächen. Büchners Tod, für das Salvatore 1972 den Gerhart-Hauptmann-Preis erhielt, wird so zur Parabel über die Revolution an sich und über das Problem der Intellektuellen, den Sprung zwischen politischer Theorie und revolutionärer Praxis zu wagen und die Konsequenzen zu tragen. Weitere Vorstellungen 10. Februar | 20 Uhr | 19. und 27. Februar | jeweils 18 Uhr | Kammerspiele Freitag, 3. Februar | 19.30 Uhr | Kleines Haus Woyzeck Dramenfragment von Georg Büchner | Konzept Robert Wilson | Musik Tom Waits | Liedtexte Kathleen Brennan Im Büchner Jahr steht das nur in Fragmenten erhaltene Drama Woyzeck auf dem Spielplan. In Woyzeck stellt Büchner erstmals in der Dramengeschichte einen ‚Underdog’ ins Zentrum des Geschehens: Der Soldat Woyzeck ist zugleich Dienstbote seines Hauptmanns und Versuchsobjekt des Doktors. Das wenige, mühsam verdiente Geld erhält seine Geliebte Marie für das gemeinsame Kind. Gequält wird er von Visionen seiner getriebenen Psyche. Als Marie ihm mit dem Tambourmajor untreu wird, zerbricht Woyzecks fragiles Gleichgewicht vollends. Aus dem Opfer seiner Umgebung wird ein Täter. Die Sprache von Büchners Meisterwerk spiegelt die Atemlosigkeit seines Protagonisten. Die Musik von Tom Waits, changierend zwischen aggressiver Rhythmik und sehnsüchtigen Melodien, verleiht Büchners Figuren eine zusätzliche Tiefenschärfe. Inszenierung Malte Kreutzfeldt | Musikalische Leitung Michael Erhard | Bühne und Kostüme Nikolaus Porz Mit Sonja Mustoff, Margit Schulte-Tigges, Maika Troscheit | Matthias Kleinert, Simon Köslich, Andreas Manz, Hubert Schlemmer, Aart Veder, István Vincze, Uwe Zerwer Weitere Vorstellungen 10. Februar | 19.30 Uhr | 19. Februar | 18 Uhr | Kleines Haus
Sonntag, 5. Februar | 20 Uhr | Bar der Kammerspiele Bier für Frauen Schauspiel von Felicia Zeller Felicia Zellers Text lauscht hinein in die bierseligen Gespräche von Bardiven, Kneipenköniginnen und Tresenschlampen. Da wird vom Rasseln des Weckers am Morgen, über die Blasenentzündung bis hin zum Abschluss des Lebens alles verhandelt. Und natürlich geht es dabei immer wieder auch um die Liebe! Heiter und melancholisch, schimpfend und zärtlich und zum Brüllen komisch: eine nicht ganz nüchterne Bestandsaufnahme menschlichen Daseins. Inszenierung Judith Kuhnert Mit Anne Hoffmann, Katharina Uhland, Stefan Schuster Weitere Vorstellungen 10. Februar | 22 Uhr | 19. Februar | 20 Uhr | Bar der Kammerspiele
Zurück auf dem SpielplanMittwoch, 8. Februar | 19.30 Uhr | Kleines Haus Faust Der Tragödie Erster Teil von Johann Wolfgang von Goethe Goethes Klassiker Faust – Der Tragödie erster Teil wird in einer veränderten, leicht reduzierten Neufassung gegenüber der Inszenierung von 2009 wieder aufgenommen. „Es irrt der Mensch solang’ er strebt.“ Goethes Meisterwerk zeigt den Menschen im Hamsterrad seines Wollens. Zeitlebens arbeitet er sich ab am Gegensatz von hehrer Ratio und triebhafter Schuld. Faust - Der Tragödie Erster Teil zeigt einen Gelehrten in der Krise. Er greift nach allem was Wissen-schafft, doch seine Gier bleibt unbefriedigt. Der Teufel selbst verspricht schließlich, es wird ein „Verweilen“ geben, ein Ankommen und Sinn. Faust findet es in Gretchen – doch der Pakt mit Mephisto fordert seinen Tribut. Inszenierung Hermann Schein | Bühne und Kostüme Stefan Heyne Mit Gabriele Drechsel, Anne Hoffmann, Karin Klein | Simon Köslich, Harald Schneider, Aart Veder, Uwe Zerwer Weitere Vorstellung 29. Februar | 19.30 Uhr | Kleines Haus
Zum letzten MalSonntag, 26. Februar | 18 Uhr | Kleines Haus Der Turm Stück von John von Düffel nach dem Roman von Uwe Tellkamp Uwe Tellkamp erzählt in seinem sprachgewaltigen Roman ein Stück deutscher Geschichte. Es sind die 80er-Jahre in der DDR. Das politische System stagniert. Christian wächst in der behüteten und kunstbegeisterten Welt eines Dresdner Villenviertels auf, das von seinen Bewohnern der Turm genannt wird. Er will Medizin studieren und verpflichtet sich dafür zur Armee zu gehen. Hier lernt er das extreme Gegenteil zur bildungsseligen Turm-Welt kennen: krude Machtrituale und Dumpfheit. Sein Vater Richard übertönt seine innere Leere durch die Affäre mit einer jungen Kollegin. Das wird benutzt, um ihn zur Informantentätigkeit zu erpressen. Christians Onkel Meno, der bei einem Verlag als Lektor arbeitet, erlebt täglich, dass wichtige Bücher, die gesellschaftliche Missstände thematisieren, nicht gedruckt werden. Anpassen oder Weggehen – das ist die Frage, die sich den Türmern immer drängender stellt. Gastspiel des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden Inszenierung Tilman Gersch | Bühne und Kostüme Ariane Salzbrunn Mit Doreen Nixdorf, Lissa Schwerm, Sybille Weiser | Zygmunt Apostol, Michael von Bennigsen, Michael Birnbaum, Wolfgang Böhm, Michael von Burg, Benjamin Krämer-Jenster, Uwe Kraus, Lars Wellings, Jörg Zirnstein
KonzerteSamstag, 4. Februar | 16 Uhr | Foyer Großes Haus „Ich hab’ es getragen sieben Jahr“ Liederabend mit Balladen von Carl Loewe Der Bariton Hubert Bischof präsentiert gemeinsam mit dem Tenor Andreas Wagner am Klavier ausgewählte Balladen von Carl Loewe. Die beiden langjährigen Mitglieder des Darmstädter Opernensembles widmen dem Meister der Ballade, der speziellen und erweiterten Form des Sololiedes im 19. Jahrhundert, Carl Loewe (1796-1869) einen eigenen Liederabend. Neben den beliebten Balladen Loewes wie Erlkönig, Zauberlehrling und Archibald Douglas, lassen auch weniger bekannte musikalische Schätze den Liederabend zu einem Juwel in Spielplan werden.
Donnerstag, 16. Februar | 20 Uhr | Kleines Haus 6. Kammerkonzert Werke von Henry Purcell, Steve Reich und John Adams Im 6. Kammerkonzert der Spielzeit präsentieren Mitglieder des Staatsorchesters eine Auswahl aus Henry Purcell Fantasien zu vier Stimmen, John Adams’ John’s Book of Alleged Dances und Steve Reichs Triple Quartet. Durch Purcells Idee, kleine melodische Fragmente zu nehmen und diese zu entwickeln, entsteht eine Verbindung über Jahrhunderte der Musikgeschichte hinweg zu den Werken von John Adams und Steve Reich, zwei Vertretern der Minimal Music. Die Faszination, die von Purcells um 1680 entstandene Fantasie ausgeht, beruht auf der ständigen Veränderung oft nur eines Themas, das in kunstvollen imitatorischen Variationen verschlungen wird. Diese Kompositionsweise findet ihre konsequente Weiterführung in der Minimal Music des 20. Jahrhunderts. Repräsentativ für diesen Musikstil werden John Adams’ 1994 für das Kronos Quartet komponierte John‘s Book of Alleged Dances und Steve Reichs 1999 ebenfalls für das Kronos Quartet geschriebene Triple Quartet erklingen. Mitglieder des Staatsorchesters Darmstadt
GastspieleMariinsky Theater St. Petersburg Schwanensee von Peter I. Tschaikowsky Dienstag, 7. Februar | 19.30 Uhr | Großes Haus Dornröschen von Peter I. Tschaikowsky Donnerstag, 9. Februar | 19.30 Uhr | Großes Haus Ballett-Gala Freitag, 10. Februar | 19.30 Uhr | Großes Haus
25. Februar | 20 Uhr | Kammerspiele Radio Noir von Albert Ostermeier Die 2011 für das Düsseldorfer Schauspielhaus erarbeitete, interdisziplinäre Inszenierung des Monodramas Radio Noir von Albert Ostermaier verbindet nicht nur verschiedene Kunstgattungen, sondern auch poetische, expressive Sprache mit Versatzstücken der Pop- und Werbekultur. Eine Sirene der Nacht ruft als Nighttalkerin über den Äther zu Anarchie, Gewalt und Suizid auf. Sie taucht ein in die Geschichten ihrer Hörer. Ihr Name, Parthenope, verweist auf den antiken Mythos der Sirenen und ihren Selbstmord, nachdem ihre Verführungskräfte auf den trojanischen Helden Äneas keinen Einfluss mehr ausüben können. So sieht sich auch die Stimme in Ostermaiers Radio Noir mehr und mehr auf sich selbst zurückgeworfen und findet sich am Ende auf dem Balkon eines nächtlich-beleuchteten Hochhauses wieder. Ein Projekt von Janina Sachau, Reinar Ortmann, Julia Kent und Leopath | Bühne Walter Padao
27. Februar | 16.30 und 20 Uhr | Kleines Haus Much Ado About Nothing Gastspiel des TNT Theatre Britain in englischer Sprache Das TNT Theatre Britain präsentiert in seinem Gastspiel Shakespeares Komödie Much Ado About Nothing in Originalsprache. Liebe, Macht und Intrigen – Shakespeares Komödie spinnt gewohnt meisterhaft die Fäden und begeistert mit großartigem Witz ebenso wie grandioser Poesie.
ExtrasHörbars im Dezember Gerd K. Wölfle liest Charles Dickens anlässlich des 200. Geburtstags Dienstag, 7. Februar | 17 Uhr | Kammerspiele Katharina Uhland und Tom Wild lesen Skandalöses aus dem Theater Dienstag, 28. Februar | 17 Uhr | Kammerspiele
Sonntag, 12. Februar | 11 Uhr | Kleines Haus Neue Darmstädter Gespräche Das tut man nicht – sind Manieren von gestern? In den ersten Neuen Darmstädter Gesprächen des Jahres widmen sich Gastgeber Alexander U. Martens und seine Gäste (u.a. Asfa-Wossen Asserate) dem zunehmenden Verschwinden der sogenannten „guten Manieren‘‘. Solche Ermahnungen wie „das tut man nicht‘‘ oder auch „schäm dich‘‘ scheinen in unserer Gesellschaft nicht mehr viel zu gelten. Die Folgen für einen respektvollen Umgang der Menschen miteinander und oft genug auch für unser moralisches Verhalten sind leider unübersehbar. So Martens in seiner Ankündigung
14. Februar | 22 Uhr | Ballettsaal | Treffpunkt Foyer Kammerspiele Rendez-vous – Hier wird getanzt Tanzabend am Valentinstag Nach dem großen Erfolg der Reihe Rendez-vous --- Hier wird getanzt in den vergangenen Spielzeiten wird diese nun fortgesetzt. Pünktlich zum Valentinstag wird der Ballettsaal für das Publikum geöffnet. Die Zuschauer erhalten die Möglichkeit in die Arbeitsatmosphäre des Ballettsaals aus nächster Nähe hineinzuschnuppern und den kreativen Entstehungsprozess, der dem Publikum normalerweise verschlossen bleibt, hautnah mitzuerleben. Unter dem Motto „Liebesnacht‘‘ präsentieren Tänzerinnen und Tänzer des Tanztheaters eigene Choreografien rund um das Thema Liebe.
15. Februar | 20 Uhr | Foyer Großes Haus Foyergespräch mit dem neuen Chorleiter Markus Baisch Präsentiert vom Verein der Freunde und Förderer In Foyergespräch stellt sich der neue Chordirektor des Staatstheaters Darmstadt Markus Baisch seinem Publikum vor.
19. Februar | 11 Uhr | Foyer Großes Haus Eröffnung der Georg Büchner-Ausstellung Georg Büchner, seine Familie und seine Zeit Anlässlich des 175. Todestages von Georg Büchner präsentieren das Stadtarchivs Darmstadt und das Hessischen Staatsarchivs Darmstadt eine Ausstellung über den hessischen Schriftsteller im Foyer des Staatstheaters. Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung ist zu allen Vorstellungszeiten im Großen Haus geöffnet.
22. Februar | 19.30 Uhr | Evangelische Stadtkirche Aschermittwoch der Künstlerinnen und Künstler Eine Veranstaltung der Evangelischen Kirche Hessen und Nassau und des Staatstheaters Darmstadt In vielen Städten der Welt kommt es am Aschermittwoch der Künstlerinnen und Künstler zu einer Begegnung von Kunst und Kirche. Auch in Darmstadt soll diese Tradition fortgeführt werden. Der Eintritt ist frei.
Samstag, 25. Februar | 23 Uhr | Bar der Kammerspiele läd naid sürpries nächtliches Überraschungsprogramm mit anschließender Party
Donnerstag, 23. Februar | 17 Uhr | Sitzungszimmer | Treffpunkt Verwaltungseingang Spielplatz Theater Szenisches Schreiben (Teil 1/5) – Workshop für alle ab 16 Jahren
Dienstag, 28. Februar | 16 Uhr | Foyer Großes Haus Theaterspielplatz für Jugendliche Szenisch Improvisation zum Woyzeck | für Jugendliche ab 14 Jahren
Theaterführung Dienstag, 7. Februar | 15.30 Uhr | Theaterführung für Familien Treffpunkt Eingang der Kammerspiele (Reservierung erforderlich, Teilnehmerzahl begrenzt: Tel.: 06151-2811 600) Donnerstag, 23. Februar | 18 Uhr | Theaterführung Treffpunkt Eingang der Kammerspiele (Reservierung erforderlich, Teilnehmerzahl begrenzt: Tel.: 06151-2811 600) Dienstag, 28. Februar | 18 Uhr | Theaterführung Treffpunkt Eingang der Kammerspiele (Reservierung erforderlich, Teilnehmerzahl begrenzt: Tel.: 06151-2811 600)
|
Veranstaltungen
-
Neu im Studienangebot der Kinderuni: Lerntrainings für Kinder ab 8 Jahren nach neuesten Erkenntnissen der Hirnforschung | Bessunger Knabenschule, Ludwigshöhstraße 42 - 64285 Darmstadt12.04.2012 - 08:00
-
-Hoffmanns Erzählungen- von Jacques Offenbach | Georg-Büchner-Platz 128.04.2012 - 17:30
-
Kino für Junggebliebene "Allotria" | Citydome Darmstadt (Rex)22.05.2012 - 13:30
Start
Meine Seite
Kontakte
Postfach
Merchandise
Events
Magazin 