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Mathildenhöhe Darmstadt: ANKABUTAS NETZ

ankabuta_ameisen_1_grAnkabuta, 15290 Ameisen, 2004-07, Mischtechnik (Frischhaltefolie, Acrylfarbe, Faden, Draht), Dimensionen variabel, Foto: Gregor Schuster

DIE AUSSTELLUNG

Tausende von Ameisen krabbeln auf dem Boden, klettern an Wänden hoch und erobern den Ausstellungsraum. Ein winziger Kopf ist in der Aussparung einer Wäscheklammer gefangen. Ein Bleistift gefährdet mit seiner scharfen Spitze damoklesartig das winzige Wesen im Bett. Und von einer raumfüllenden Stickarbeit in transparenter Plastikfolie hängen kleine Nadeln wie winzige Stalaktiten herunter und schaffen ein Gefühl latenter Bedrohung. Die südkoreanische Künstlerin Songie Seuk alias Ankabuta verwebt große und kleine Gedanken, zeitaufwendige Werke und Minuten-Arbeiten zu einem spannungsreichen Beziehungsnetz, das mit hochemotionalen Botschaften überrascht. Im Zentrum dieses Netzes steht immer die Künstlerin selbst mit ihrem überaus sprechenden Künstlernamen: Denn Ankabuta bedeutet in der arabischen Sprache „weibliche Spinne“.

In ihrer ersten Einzelausstellung in Deutschland im Museum Künstlerkolonie Darmstadt stellt Ankabuta rund 40 Arbeiten der letzten Jahre sowie eigens für die Ausstellung geschaffene Werke vor. Die Bandbreite ihres Oeuvres reicht von winzigsten Assemblagen bis hin zu raumfüllenden Installationen, von realistischen Gemälden zu abstrakten Textilarbeiten, von Collagen zu Videofilmen. Obwohl in Maßstab und Medium sehr unterschiedlich, fügen sich die einzelnen Kunstwerke durch ein besonderes handwerkliches Können und eine ganz eigene Bildsprache zu einem großen Ganzen zusammen.

Nicht nur in den Bildhauerateliers webt Ankabuta an ihrem Netz. Entstanden ist in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin ein Ausstellungsparcours durch das ganze Museum Künstlerkolonie. So trifft Jugendstil subtil auf zeitgenössische Kunst und wird von ihr umgarnt.

DIE KÜNSTLERIN

Songie Seuk (Ankabuta), 1980 in Ulsan/Südkorea geboren, studierte an der Fine Art Chung-Ang Universität in Seoul und an der Kunsthochschule Kassel bei Urs Lüthi und Dorothee von Windheim. Einzel- und Gruppenausstellungen in Südkorea, Deutschland, Bulgarien und den USA folgten. Für ihre künstlerische Arbeit wurde Ankabuta mehrmals ausgezeichnet: So erhielt sie 2008 im Rahmen ihrer Beteiligung an der Ausstellung „FemeFeuerFanatismus“ in der Mohr-Villa Freimann, München, den ersten Preis zugesprochen sowie 2011 den Publikumspreis für ihre Rauminstallation im Rahmen des Kunstfestivals „Begehungen“ in Chemnitz. Bereits 2010 würdigte die Stadt Darmstadt das große künstlerische Potential von Ankabuta mit dem „Charlotte-Prinz-Stipendium“. Dieses stellt ihr zwei Jahre lang eine monatliche finanzielle Zuwendung sowie – noch bis Ende März 2012 – das Atelierhaus Prinz in Darmstadt zur Verfügung. Im Museum Künstlerkolonie Darmstadt präsentiert Ankabuta nun die Ergebnisse dieser zwei intensiven Arbeitsjahre sowie eigens für die Räume des Museums Künstlerkolonie geschaffene Werke.

DER KATALOG

Zur Ausstellung erscheint die Publikation Ankabutas Netz, herausgegeben von Ralf Beil und Philipp Gutbrod, mit Beiträgen u.a. von Ralf Beil, Philipp Gutbrod und Dorothee von Windheim, 128 Seiten, zahlreiche Abbildungen, 14 x 21 cm, Softcover, 20 Euro. Aufgrund der Verwendung von in situ-Fotografien der Werkschau wird der Katalog während der Laufzeit der Ausstellung erscheinen.

DAS RAHMENPROGRAMM

FEBRUAR 2012

Sa, 11. Februar 2012, 18.30 Uhr

Eröffnung der Ausstellung ANKABUTAS NETZ

Eröffnung der Ausstellung mit Dr. Ralf Beil, Direktor des Instituts Mathildenhöhe Darmstadt, Jochen Partsch, Oberbürgermeister Wissenschaftsstadt Darmstadt, Dr. Philipp Gutbrod, Ausstellungskurator Institut Mathildenhöhe Darmstadt. Die Künstlerin ist anwesend.

Ort: Museum Künstlerkolonie

Eintritt frei

APRIL 2012

So, 15. April 2012, 18 - 20 Uhr

Finissage

NETZ WERK

Kuratorenführung und Finissage mit der Künstlerin

Ort: Museum Künstlerkolonie

Preis 3 Euro zzgl. Museumseintritt

MÄRZ 2012

So, 25. März 2012, 15 Uhr

Kuratorenführung mit Künstlergespräch

IM MOMENT SUCHE ICH GUTE KIEMEN

Ankabuta und Dr. Philipp Gutbrod im Dialog

Ort: Museum Künstlerkolonie

Preis 3 Euro zzgl. Museumseintritt

AUSSTELLUNGSINFORMATION

Ausstellungskurator: Dr. Philipp Gutbrod, Sammlungskonservator Institut Mathildenhöhe Darmstadt

Ausgestellte Werke: Rund 40 Arbeiten, darunter Installationen, Skulpturen, Textilarbeiten, Gemälde, Collagen und Videos

Ausstellungsfläche: Bildhauerateliers Museum Künstlerkolonie sowie Interventionen im gesamten Museum Künstlerkolonie, total 650 qm

Ausstellungsort: Museum Künstlerkolonie,Olbrichweg 13a, 64287 Darmstadt

Ausstellungsdauer: 12. Februar bis 15. April 2012

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11 – 18 Uhr

Sonderöffnungszeiten: Karfreitag 6. April 2012 geschlossen, Ostern 7., 8., 9. April 2012 11 - 18 Uhr

Eintritt: 5 Euro | 3 Euro ermäßigt, Familienkarte: 10 Euro (zwei Erwachsene mit Kindern)

Onlinetickets: www.mathildenhoehe.eu/www/ausstellungen.html, 6 Euro I 3,80 Euro ermäßigt

Informationen: www.mathildenhoehe.eu, T+49 6151 13-3385 (Kasse Museum Künstlerkolonie)

 

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