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TU Darmstadt: Ökosysteme besser verstehen PDF E-Mail
Dienstag, 14. Februar 2012 um 19:28 Uhr

Prof. Dr. Barbara Drossel vom Fachbereich Physik der TU Darmstadt ist Sprecherin der neuen DFGForschergruppe „Netzwerke auf Netzwerken: Zusammenspiel von Struktur und Dynamik in ausgedehnten ökologischen Netzwerken“. Die Gruppe ist eine Kooperation zwischen Physikern und Biologen, die die Struktur und Dynamik räumlich ausgedehnter ökologischer Netzwerke untersucht und Methoden zu ihrer Analyse entwickelt. Die DFG-Gruppe startet im Frühling 2012. Die erste Förderperiode dauert drei Jahre, in diesem Zeitraum beteiligen sich Forscher aus Darmstadt, Göttingen und Oldenburg an dem Projekt.

Die Forschergruppe untersucht empirische Daten und entwickelt Modelle für räumlich ausgedehnte ökologische Netzwerke. Als Beispielsysteme dienen Nahrungsnetze in Seenlandschaften, im Boden und im Meer. Dabei interessieren sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dafür, wie die Nahrungsnetze an verschiedenen Orten zusammenspielen, zwischen denen die Spezies wandern können. Dieses Zusammenspiel beeinflusst die Stabilität, die Artenvielfalt und die Populationsdynamik. Neben den Experimenten und der Erhebung und Analyse empirischer Daten setzen die Forscher auf die Entwicklung und Untersuchung von Computermodellen für solche räumlich verknüpften Netzwerke. Ziel ist es, die Struktur solcher ausgedehnten Netzwerke zu charakterisieren und Kriterien für ihre Stabilität zu bestimmen. Diese Ergebnisse sollen für das Verständnis von Ökosystemen und ihren Schutz nutzbar gemacht werden.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet aktuell vier neue Forschergruppen ein, die in der ersten Förderperiode insgesamt gut 6,8 Millionen Euro erhalten. Dies beschloss der Senat der DFG auf seiner Februar-Sitzung in Bonn. Die neuen Verbünde sollen den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Gelegenheit bieten, sich aktuellen und drängenden Fragen in ihren Fächern zu widmen und innovative Arbeitsrichtungen zu etablieren. Die DFG-Forschergruppen arbeiten orts- und fächerübergreifend zusammen. Ihre Ziele sind die computergestützte Wissensrepräsentation, Struktur und Dynamik ökologischer Netzwerke, neue statistische Verfahren sowie Nano-Innovationen für die Optoelektronik.

 

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